Artikel: Werhmedizinische Monatsschrift 10/2019

Von der Erde zum Mond und wieder zurück

Herausforderungen für die Lebenswissenschaften und Beiträge aus dem DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Jordan J, Aeschbach D, Berger T, Elemenhost EM, Hellweg CE, Herrsbach R, Maschke P, Pecena Y, Rittweger J, Stern C, Tank J

PhotoErstmalig werden vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Abteilung Strahlenbiologie, zwei weibliche Phantome eingesetzt (B&C), um im Rahmen des MATROSHKA AstroRad Radiation Experiments (MARE)) die gewichteten Organdosen auf der ersten Orion-Mission der NASA (Exploration Mission 1, EM-1, A, © Lockheed Martin) zu bestimmen und eine Strahlenschutzweste der Fa. StemRad (Israel) (C) zu testen. In den letzten Jahrzehnten lag der Schwerpunkt der bemannten Raumfahrt auf Missionen im erdnahen Orbit. Die deutsche Raumfahrtmedizin hat sich dabei auf wissenschaftliche Entwicklungen und Anwendungen konzentriert, die Erkenntnisse für das Leben auf der Erde generieren. Zurzeit geschehen diese Missionen ausschließlich auf der Internationalen Raumstation (ISS). Insbesondere in den USA werden jetzt Pläne forciert, den Menschen zurück auf den Mond zu bringen und, anders als bei den Apollo-Missionen, dort kontinuierlich präsent zu bleiben. Ob es zum Aufbau einer Mondstation oder einer tiefer im Weltraum gelegenen Raumstation (Deep Space Gateway) kommen wird, ist noch unklar. Langfristig soll der Mond als Sprungbrett zur humanen Exploration anderer Himmelskörper, in erster Linie des Mars, dienen. Dies ist eine Herkulesaufgabe für die Menschheit, die nur in internationaler Kooperation zu bewältigen ist. Wie und ob die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und welche Länder sich an dieser Initiative beteiligen werden, ist noch unklar. Anders als in der Vergangenheit werden nicht nur nationale Raumfahrtagenturen, sondern auch private Unternehmen involviert sein.

Für die lebenswissenschaftliche Forschung einschließlich Biologie, Medizin und Psychologie ergeben sich neue Herausforderungen und Chancen. Wie passt sich der Mensch an die Umweltbedingungen auf langen Weltraummissionen und auf anderen Himmelskörpern an? Welche Technologien sind erforderlich, um Leistungsfähigkeit und Gesundheit zu erhalten? Diese Übersichtsarbeit setzt den Fokus auf lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkte, die das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin beiträgt.

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Datum: 09.10.2019